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Casestudy Morawa
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Die Kunden und die Ausgangssituation

 

Die drei Grossisten (u.a. Morawa) stellen seit mehreren Jahren ihre Prdoukte im Internet öffentlich zum Abruf (www.presseangebot.at) bereit. In Summe werden für ca. 6.000 Artikel Informationen zum Verlag, zur Sprache, zum Erscheinungsort, zur Erscheinungsweise, zum Verlagshaus, zur Kategorisierung, zu Preisen und Bestellnummern bereitgestellt.

 

Darüber hinaus werden über die Middleware-Applikation EH2000 spezielle Funktionen für Trafikanten, Einzelhändler und Handelsketten zur Verfügung gestellt. Auf Basis des Artikelstamms werden unterschiedlichste Kassensysteme von ca. 10 Herstellern mit den Basisdaten voll- oder teilautomatisiert beladen. Die EH2000 Applikation bildet sozusagen einen intelligenten Vermittler zwischen den Kassensystemen des Trafikanten und den Backend Systemen der Grossisten. Im Wesentlichen werden über das System Lieferdaten, Lieferreklamationen, Retourenaufrufe, Retourenmeldungen, Fakturen und Verkaufsdaten zwischen den beteiligten Unternehmen ausgetauscht.

 

Das Projekt wurde vor ca. 10 Jahren auf Basis einer kundenspezifischen Anforderung entwickelt und im Laufe der Zeit von mehreren Anbietern betreut, weiterentwickelt und betrieben. Im Wesentlichen basiert die Realisierung auf Microsoft Technologien, wobei unter anderem Internet Information Server für das Webfrontend, MS SQL Server als Datenbankbackend, Visual Basis Version 6 und VB Scripting auf der Softwareseite eingesetzt wurden. Der Betrieb der Applikation wurde bis jetzt über einen stand-alone Server im Rechenzentrum mit entsprechenden Backup-Szenarien realisiert.

 

Nachfolgende Punkte waren ausschlaggebend, um über eine Neuentwicklung von EH2000 nachzudenken:

  • Die softwaretechnische Basistechnologie (VB6) ist für derzeitige Verhältnisse nicht mehr State of the Art. Dies bringt unter anderem Einschränkungen in der Wart- und Erweiterbarkeit der Applikation mit sich.
  • Ein wichtiger Grund ein technologisches Upgrade zu planen, war einen ausfallsicheren Betrieb auf Basis einer verteilten Serverinfrastruktur zu gewährleisten. Immerhin wickeln mehrere hundert Mandanten ihre Kernprozesse über dieses System ab, u.a. werden Verkaufszahlen über die Applikation ausgetauscht, die als Planungsgrundlage für die Produktion der Verlagshäuser dienen.
  • Die Tatsache, dass seit Projektfertigstellung der Erstversion mehrere Anbieter und Personen das Projekt betreut haben und dadurch das Applikationswissen und Know-how immer weiter ausgedünnt wurde, erschwerte die Applikationserweiterungen massiv.

 

Das Projekt, das Vorgehen und die Vorteile

 

„Als Partner in dem Projekt hat World-Direct erfreulich professionell gearbeitet. Es wurden nicht nur moderne Werkzeuge und Methoden in Planung und auch Realisierung erfolgreich eingesetzt, sondern man konnte sich auch sehr rasch und mit Sensibilität in die Kundenbedürfnisse hineindenken.", sagt Johann Muhr, Morawa.  

 

Die drei Grossisten und World-Direct vereinbarten die Abwicklung des neuen Projektes in mehreren Phasen. Die Schritte spiegeln im Grunde das Vorgehensmodell von dem World-Direct-Produkt Application Management wider:

 

Schritt 1:

In gemeinsamen Gesprächen wurde in erster Linie die grundsätzliche Machbarkeit des Vorhabens geprüft. Dabei wurden u.a. folgende Fragestellungen behandelt: Kann das Legacysystem auf die neue Microsoft-Technologie übergeführt werden. Entsprechen die World-Direct-Kompetenzen den Herausforderungen des Projektes.

 

Schritt 2:

In einem kleinen Vorprojekt im Ausmaß weniger Personentage wurde gemeinsam mit den Know-how Trägern des aktuellen Anbieters eine Analyse der Server- und Softwareinfrastruktur durchgeführt. Dabei hat sich klar gezeigt, dass eine .NET Neuimplementierung der Middleware Funktionalität dringend zu empfehlen ist und für den verteilten Betrieb eine Voraussetzung darstellt.

 

Schritt 3:

Die Bestandsapplikation wurde aus betrieblicher Sicht in die Verantwortung der World-Direct übertragen. Innerhalb eines Wochenendes konnte der Dienst reibungslos in das World-Direct-Rechenzentrum übersiedelt werden. Zusätzlich wurden neue Regelprozesse für den Betrieb implementiert. Die Applikation wird seit diesem Zeitpunkt permanent intern und extern auf Funktionstüchtigkeit überwacht und einem neuen Sicherungskonzept unterzogen. Damit kann für den Worst Case u.a. sichergestellt werden, dass kurzfristig ein Restore des letztgültigen Datenbestands durchgeführt werden kann.

 

Schritt 4:

Parallel zur Betriebübernahme wurde die Neuentwicklung von EH2000 gestartet. Die Implementierung erfolgte auf Basis von .NET und einem mächtigen World-Direct-Framework und konnte innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden. Damit wurde die Grundlage für den verteilten Betrieb geschaffen. Darüber hinaus können auf Basis des homogenen Codestamms und der Dokumentation jederzeit Weiterentwicklungen und Anpassungen vorgenommen werden. Letztendlich haben die Auftraggeber damit auch die Möglichkeit, den Dienstleister zu wechseln oder eine Reintegration des Dienstes vorzunehmen.

 

Schritt 5:

Nach Abschluss und Abnahme der Neuentwicklung wurde das System betrieblich auf einer verteilten Serverlandschaft deployed. D.h. Applikations-, FTP-, Mail und Datenbankserver werden physikalisch getrennt und teils im Cluster betrieben. Daraus ergibt sich eine eklatante Verbesserung der Verfügbarkeit.

 

Seit der Übernahme der Betriebsagenden für das EH2000 System ist World-Direct für das Kundenservice verantwortlich. Mehrere hundert User können online oder auch telefonisch mit der Customer Service Abteilung in Kontakt treten. Klassische Servicefälle werden dabei in einem CRM System erfasst und entsprechend an die Technik weitergegeben. Überdies ist World-Direct auch der Ansprechpartner für alle Provisionierungsprozesse. D.h. Anmeldungen, Änderungen und Kündigungen werden entgegengenommen und verarbeitet.

 

 

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 Auf einen Blick

Gesamtheitliche Analyse einer technologisch veralterten Software-Applikation, über die kritische Geschäftsprozesse zw. Grossisten und einigen hundert Usern abgewickelt werden. Durch ein strukturiertes Vorgehensmodell konnten schrittweise erhebliche Optimierungen in den Bereichen Rechenzentrumsbetireb, SW-Applikationsstruktur und Supportprozess erzielt werden.

 Benefits der Lösung

  • Erhöhte Verfügbarkeit
  • Geregelter Supportprozess
  • Einfache Erweiterbarkeit
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 Weiterführende Informationen
 Ansprechpartner

Mag. (FH) Monika Pollak

Business Consultant